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LED, Lichtfarbe und Wahrnehmung

Licht und unser Tag Nacht Rhythmus

Licht ist seit etwa 4.700 Millionen Jahren der Motor für das Leben auf unserer wunderschönen Erde – so alt ist die Sonne nämlich schon. Licht ist wichtig für die Photosynthese bei Pflanzen und bestimmt unseren Tag-Nacht-Rhythmus, indem es spezielle Sinneszellen in den Augen stimuliert, was dazu führt, dass Hormone ausgeschüttet werden.

Wir werden wach oder – wenn das Licht wieder schwächer wird – müde. Aber das ist bei weitem noch nicht alles. Denn Licht hat sogar die Fähigkeit unsere Laune zu beeinflussen. Bricht man diesen Effekt auf einen Nenner nieder, so kommt man letztendlich bei der Lichtfarbe an.

Doch was passiert da eigentlich genau. Fangen wir bei der sprichwörtlichen Wurzel an…

Wie wir Licht wahrnehmen

Das zentrale Sinnesorgan der Lichtwahrnehmung ist das Auge. Keine Überraschung bis hier hin. Genau genommen ist die Netzhaut der verantwortliche Teil. Hier liegen die sogenannten Ganglienzellen. Sie registrieren den Lichteinfall und leiten diese Information an andere Nervenzellen weiter. Sie sind übrigens die einzigen Zellen des menschlichen Körpers, die photosensitiv sind, also auf Lichtreize reagieren.

Der genaue Prozess wird erst seit kurzem näher erforscht, nämlich seitdem das sogenannte Melanopsin entdeckt wurde, ein Protein, das die Melatoninausschüttung im Gehirn beeinflusst.
Melatonin ist das Hormon, das für die Müdigkeit verantwortlich ist und das unseren Schlafrhythmus beeinflusst.

Es wird vom Körper durch die Umwandlung von Serotonin erzeugt, das im Volksmund als Glückshormon bekannt ist. Vereinfacht gesagt, macht uns Melatonin schläfrig. Es wird immer ausgeschüttet, allerdings steigt die Ausschüttung, wenn wenig bzw. nur bestimmtes Licht unsere Augen erreicht. Der Grund, warum wir abends, wenn das Sonnenlicht verschwindet, müde werden.

Im Laufe des Lebens nimmt die natürliche Melatoninausschüttung immer mehr ab. Das ist ein Grund dafür, warum ältere Menschen oft weniger schlafen. Bei Babies ist die Melatoninausschüttung besonders hoch – sie schlafen vergleichsweise viel.

Der Einfluss auf unsere Psyche

Jeder hat bestimmt schon mal von der sogenannten Herbst- oder auch Winterdepression gehört. Oftmals als schlechte Laune abgetan, ist es eigentlich eine ernstzunehmende Erkrankung. Oftmals werden die kurzen Tage dafür verantwortlich gemacht, wie sie im Herbst bis in den Frühling in Mitteleuropa vorherrschen.

Inzwischen ist relativ klar, dass das Weniger an Licht im Vergleich zum Sommer zwar kein Auslöser, aber zumindest ein beeinflussender Faktor ist. Auch der sogenannte Jet-Lag nach Flügen in gänzlich andere Zeitzonen, z.B. nach Amerika, hängt damit zusammen.

An diesen einfachen Beispielen lässt sich schnell erkennen, wie groß der Einfluss des Lichts – genauer gesagt, wie groß der Einfluss der Lichtfarbe ist. Denn letztlich ist sie es, die unseren Tagesrythmus bestimmt. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff ‚Lichtfarbe‘?

Warm oder doch eher kalt

Das Licht eben nicht gleich Licht ist, dürfte inzwischen klar sein. Erstmals größere Beachtung fand das Thema Lichtfarbe, als die alte Glühbirne abgeschafft wurde und durch Leuchtstofflampen ersetzt wurde. Diese wurden häufig als deutlich kälter und nicht so behaglich wahrgenommen, wie das warme Licht, das von dem Wolframdraht abgestrahlt wird.

Inzwischen haben die Hersteller vor allem bei den LED-Lampen nachgearbeitet und man kann sich am Abend wieder auf ein behagliches Wohnzimmer freuen. Wie genau die Technik funktioniert, haben wir in einem anderen Artikel bereits näher beleuchtet.

Die Lichtfarbe ist abhängig von der Energie des abgestrahlten Lichts. Sogenanntes Warmweiß strahlt mit maximal 3000 Kelvin und wird als warm empfunden. Die Lichtstärke ist hier sehr gering. Natürliches Tageslicht strahlt mit mindestens 5500 Kelvin.

Nur dieses Licht hat die hat die Fähigkeit, die Melatonin-Ausschüttung zu beeinflussen. Spezielle Lampen, die diese Lichtfarbe abstrahlen, werden gezielt in der Therapie der Winterdepression eingesetzt. Einfach, aber effektiv.

Lichtfarben in unserem Alltag

Der Einfluss der Lichtfarbe ist aber nicht nur durch Sonne in unserem Alltag präsent. Inzwischen wird sich die Wirkungsweise der Lichtfarbe auch auf Wohn- oder Bürokonzepte übertragen. Niedrige Beleuchtungsniveaus am Arbeitsplatz können zum Beispiel dazu führen, dass sich Müdigkeit einstellt und die Konzentration leidet.

Was zuhause dabei hilft, gegen Abend besser zu schlafen, ist bei der Arbeit natürlich hinderlich. Daher sollten am Arbeitsplatz vor allem Lampen eingesetzt werden, die taghelles Licht entsenden, gerade in den Wintermonaten kann das einen lohnenswerte Anschaffung sein. Zuhause darf es aber weiterhin gemütlich und behaglich bleiben.

Problematisch wird es, wenn man bis in die Abendstunden am Computerbildschirm sitzt oder lange Zeit auf sein Smartphone-Display schaut. Beide senden ein Licht aus, das die Melatoninausschüttung behindert. Im schlimmsten Fall kann das zu Schlafstörungen führen, die wiederum unsere Konzentration und unser Gedächtnis beeinträchtigen.

Und ist ihnen schon einmal aufgefallen, dass Bekleidung zuhause getragen, oftmals etwas anders aussieht als in der Umkleidekabine im Laden. Oder das Gemüse und Obst nicht mehr ganz so schmackhaft aussieht, wie noch zuvor in der Ladentheke? Auch hier spielt die Beleuchtung eine tragende Rolle. Spezielle Konzepte sollen uns zum Kauf verführen, was in vielen Fällen gut klappt. Oder?

Man kommt also nicht umhin festzustellen, dass der Einfluss von Licht auf unseren Alltag, auf den Biorhythmus und sogar auf das Verhalten sehr groß ist und unser Leben auf engen Bahnen verlaufen lässt – und voraussichtlich wird das auch noch einige Milliarden Jahre so bleiben!

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