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Wohnen im goldenen Schnitt

Unerklärliche Schönheit durch den Goldenen Schnitt

Man kann ihn mathematisch erklären, doch ein jeder und eine jede hat ihn auch im Gefühl: den Goldenen Schnitt.

Auch wenn Sie es nicht bewusst merken, begleitet er Sie durch den ganzen Tag. Kohlköpfe, Artischocken und Rosen – wer sie sich einmal genauer anschaut, wird feststellen, dass ihre einzelnen Blätter alle in gleichem Abstand zueinander stehen. Dieser kann gemessen und dem Goldenen Schnitt zugeordnet werden.

Ein bekanntes Beispiel für den Goldenen Schnitt in der Natur ist das Schneckenhaus. Zieht man ein sogenanntes Goldenes Rechteck, kann dieses in ein Quadrat und ein weiteres goldenes Rechteck zerteilt werden. Je nachdem, wie lange man dies fortsetzen kann, entsteht eine Spirale, wie wir sie alle kennen (s. Skizze Schnecke).
Auch das Körperverhältnis von Wirbeltieren entspricht nicht selten dem Goldenen Schnitt. So ist das Verhältnis eines Pferdehalses zum Rest des Körpers genauso wie das eines Bienenrumpfes zu seinem Hinterteil – nämlich in dem des Goldenen Schnitts.

Auch am Menschen können Sie dieses Verhältnis finden. Die Hand steht im Goldenen Schnitt zum Arm, die Fingerglieder werden in einem „Goldenen Verhältnis“ zueinander immer kleiner und unsere Ohren können mit der gleichen Spirale beschrieben werden, wie schon das
Schneckenhaus.

Mathematische Annäherung

Doch bevor wir uns überlegen können, wie wir die Vorteile des Goldenen Schnitts für unsere Einrichtung nutzen können, müssen wir die Mathematik ein wenig anschneiden, um zu verstehen, was der Goldene Schnitt überhaupt ist.

Goldener_Schnitt-Skizze

Die offizielle Formel für Phi, die „Goldene Zahl“, ist a/b=a+b/a. Einfacher zu verstehen ist die annähernde Einteilung in Prozente. Während der eine Teil, a, etwa 61,8% der Strecke ausmacht, bildet b mit etwa 38,2% den restlichen Teil. Befindet sich nun etwas in diesem Teilverhältnis, sei es ein Arm oder ein Raum, wird es von uns als besonders ästhetisch angesehen.

Doch warum empfinden wir diese Einteilung als besonders schön? Obwohl der Mensch sonst die Symmetrie und Gleichheit liebt, mag er ebenfalls den Goldenen Schnitt, der eine Strecke nicht in zwei gleiche, sondern zwei unterschiedliche Teile trennt. Doch es ist das Verhältnis der beiden Teile, das die Schönheit ausmacht. Dieses Verhältnis bleibt gleich. Nimmt man nun die ganze Strecke und stellt sie neben die im Goldenen Schnitt geteilte, wird deutlich: Der nun größere Teil a verhält sich zur ganzen Strecke c wie der kleinere Teil b zum größeren a (s. Skizze Goldener Schnitt). So kann die Reihe unendlich fortgeführt werden und wir bemerken wieder, wie angenehm sie unserem Auge erscheint.

Der goldene Schnitt und sein Nutzen in der Natur

Doch genug der Mathematik. Warum hat sich der goldene Schnitt in der Natur so gut bewährt?
Am Beispiel der Rose wird es klar: Nach 38,2% des ersten Blütenblattes, setzt an diesem das zweite Blütenblatt an. Nicht nur die Rose ist nach diesem Prinzip aufgebaut, sondern noch viele andere Blütenpflanzen. Testen Sie es – wenn es Ihnen einmal aufgefallen ist, können Sie den Goldenen Schnitt an den meisten Pflanzen entdecken.

Damals dachte man, diese Anordnung wäre besonders platzsparend. Heute weiß man, dass die Pflanzen dadurch Sonnenlicht und Regenwasser optimal nutzen. Das nächste Blütenblatt verdeckt das vorige nur gerade um so viel Platz, dass es trotzdem noch genug Licht aufnehmen kann.

„Goldene Architektur“

Goldener_Schnitt-Skizze_Modulor

Dass die griechische Architektur genauestens durchgeplant ist, wird Ihnen nicht neu sein. Doch dass auch der Goldene Schnitt im antiken Tempelbau eine Rolle spielte ist verblüffend.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Parthenon in Athen. Nicht allein seine vollständige Ansicht besteht aus einem goldenen Rechteck, auch die Säulenhöhen verhalten sich zum Giebel in einem Prozentsatz von 61,8%. Auch in romanischen und gotischen Kathedralen findet sich das Proportionsverhältnis wieder.

Ein Architekt, der die menschlichen Proportionen und damit auch den Goldenen Schnitt besonders erforscht und damit gearbeitet hat war Charles-Édouard Jeanneret-Gris, alias Le Corbusier, einer der Wegbereiter des Bauhaus-Stils (siehe auch Die Einrichtung im Bauhausstil - zeitlose Klassiker für Ihre Wohnung).

Wie schon Vitruv versuchte er, die Maße in seiner Architektur am Menschen zu orientieren. Das maßgebende Modul war für ihn ein durchschnittlich proportionierter Mensch von 183cm Größe und einem ausgestreckten Arm, also einer vollen Größe von 226cm (s. Skizze Modulor). Diesen unterteilte er nochmals in kleinere Strecken.

Durch die Tatsache, dass auch die Strecken am menschlichen Körper im Verhältnis des Goldenen Schnitts zueinander stehen, ergab sich aus dieser Berechnung eine Grundlage für die Architektur Le Corbusiers, die sich immer auf den Goldenen Schnitt zurückführen lässt.

Eines seiner bekannten Gebäude, die im Verhältnis des Goldenen Schnitts erbaut wurden, ist die Kirche Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp in Ostfrankreich. Hier bilden sowohl aneinandergrenzende Räume als auch die verschiedenen Höhen des Gebäudes immer ein Verhältnis von grob zwei Dritteln zu einem.

Wohnen im Goldenen Schnitt

Sollten Sie nicht in einem Haus wohnen, dass von einem Architekten so konstruiert wurde, dass es im Verhältnis des Goldenen Schnitts steht, kann dieser trotzdem durch die Einrichtung und Raumaufteilung erzielt werden. Natürlich können solche Annäherungen nie Zentimetergenau geschehen, weshalb die Faustregel hier lautet: Zwei Drittel zu einem Drittel.

Eine Schrank- oder Regalwand kann den Raum optisch verkleinern und somit zielführend wirken. Ist der Raum sehr lang, kann ein Raumtrenner in Form eines Regals den gleichen Effekt haben.

Goldener_Schnitt-Skizze-Raumteilung

Dazu zwei konkrete Beispiele: Ein Zimmer ist in einer rechteckigen Form. Um im Verhältnis des Goldenen Schnittes zu wirken, ist die Längsseite zu lang.
Ein Regal, das nun die Breitseite füllt, und selbst die entsprechende Breite hat, verkleinert den Raum optisch und erzeugt damit die Wirkung des Goldenen Schnitts (s. Skizze Raumaufteilung).

Manchmal muss die Raumaufteilung gar nicht über vertikale Einrichtungsgegenstände erfolgen, sondern ist durchaus auch durch den Bodenbelag, also zum Beispiel einen Teppiche zu erzielen. Legt man einen Teil des Raumes mit einem Teppich aus, wird dieser Bereich wieder optisch begrenzt und kann so in speziellen Fällen das Verhältnis des Goldenen Schnitts „vortäuschen“ (s. Skizze Raumaufteilung).Ein anderer Raum ist ebenfalls rechteckig, aber bedeutend länger. Um sich an den Goldenen Schnitt anzunähern, kann hier ein Raumtrenner wirken. Er teilt den Raum in zwei kleine Bereiche, welche jeweils im Verhältnis des Goldenen Schnitts stehen (s. Skizze Raumaufteilung).

Auch an den Fenstern, sollten sie nicht im Verhältnis des rechten Winkels stehen, können sie die optische Wirkung des Verhältnisses beeinflussen.
Mit dunklen Vorhängen können Sie zu breite Fenster von der rechten und linken Seite her verkleinern. Auch halbhohe Vorhänge können das Fenster aufteilen und damit den Goldenen Schnitt nochmals hervorheben.

Zwei Drittel, ein Drittel

Wenn Sie sich kreativ Gedanken machen und mit Ihrer Einrichtung im Verhältnis von einem Drittel und zwei Dritteln ein wenig herum probieren und spielen, können Sie in Ihrem Zuhause sehr schnell und einfach das Prinzip des Goldenen Schnitts anwenden. Niemandem fällt es bewusst auf, doch empfinden wir Menschen den Goldenen Schnitt unbewusst als so angenehm, dass all Ihre Besucher sich sofort bei Ihnen wohlfühlen werden.

Wie Sie den Goldenen Schnitt auf kleinerer Ebene, nämlich in Ihrer Einrichtung mit Möbelstücken und Deko-Elementen anwenden können, verraten wir Ihnen im nächsten Blog-Eintrag!

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  • "Wie Sie den Goldenen Schnitt auf kleinerer Ebene, nämlich in Ihrer Einrichtung mit Möbelstücken und Deko-Elementen anwenden können, verraten wir Ihnen im nächsten Blog-Eintrag!" Sehr interessant. Wo finde ich diesen nächsten Blog Eintrag?

    Sehr interessantes Thema!